Die Akademie Kinder philosophieren will das
Philosophieren in bayerischen Kindergärten, Grundschulen und Horten als
integratives und fächerverbindendes Prinzip für Erziehung und Unterricht
etablieren. Selbst denken, werten lernen, Sinn erfahren Der Akademie geht es darum, das Philosophieren als natürliche
Tätigkeit des Kindes zu entdecken und zu bewahren. Gleichzeitig soll es
methodisch und didaktisch als Kulturtechnik erschlossen und die
Auseinandersetzung mit philosophischen Inhalten gefördert werden. Die Akademie
hat nicht die Absicht, eine eigenständige „Kinderphilosophie“ zu entwickeln
oder „Philosophie für Kinder“ zu lehren. Im Zentrum steht der philosophische
Prozess selbst: Kinder, Lehrkräfte, Erzieher/innen, Eltern und Wissenschaftler
bemühen sich gemeinsam, diejenigen Bedingungen freizulegen, unter denen Kinder
philosophieren können. Den Erwachsenen von morgen wird so ein selbstbewusster
und kritischer Blick auf die Welt eröffnet. Die Auseinandersetzung mit
existentiellen und moralischen Fragen ermöglicht zudem Sinnorientierung sowie
ein Herausbilden und die Verinnerlichung von Werten. Die Erfahrung zeigt, dass
Werte nicht äußerlich vermittelt, sondern nur vorgelebt oder selbst erfahren
werden können. Auf der Suche nach Identität und Wahrheit Wer Kinder beim Philosophieren begleiten will, braucht philosophische
Sensibilität und zudem die Bereitschaft, sich auf ein neues, verändertes
Rollenverständnis einzulassen. Gemeinsam mit den Kindern befindet man sich auf
einer Suche nach Identität und Wahrheit. Man wird dabei nicht immer fündig und
muss lernen, Nicht-Wissen nicht zu überspielen, sondern anzunehmen und neu zu
bewerten. Wenn Kinder philosophieren, dann findet keine Vermittlung von
vorgefertigten Inhalten statt, sondern die Lehrkräfte, Erzieher/innen und
Eltern gewähren ihnen Unterstützung beim selbständigen Denken, Argumentieren
und Handeln.
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