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Philosophieren als Bildungsprinzip Im Mittelpunkt des
gemeinsamen Philosophierens steht der Umgang mit Fragen, die Kinder bewegen und
mit Ansichten, die sie äußern. Kinder philosophieren ist keine Hochbegabtenförderung,
sondern ein gemeinsames Betätigungsfeld für sehr unterschiedliche und
unterschiedlich begabte Kinder und somit in hohem Maße inklusiv und integrativ.
Es bettet sich in die
Lebenswelt der Kinder ein. Die Themen entspringen ihrem Alltagsleben und ihrer
jeweiligen Erfahrungswelt. Nicht der Philosoph geht in Kindertageseinrichtungen und
Schulen - pädagogische Fachkräfte, die täglich mit Kindern arbeiten,
unterstützen den ergebnisoffenen Prozess des kindlichen Philosophierens. Sie sind dabei nicht auf eine autodidaktische Beschäftigung mit der
Philosophiegeschichte angewiesen, sondern erhalten eine auf ihre persönlichen
Erfahrungen und Zielvorstellungen abgestimmte Fortbildung in philosophischer Gesprächsführung. Erst wenn sich Erwachsene
auf Kinderfragen einlassen, genau zuhören und verstehen wollen, können Kinder
philosophieren. Für ErzieherInnen und Lehrkräfte bedeutet dies unter Umständen
ein Hinterfragen des eigenen Rollenverständnisses. Im philosophischen Gespräch gibt
es keinen privilegierten Status, kein Wissensmonopol. Man versteht sich vielmehr
als gleichberechtigter Gesprächspartner der
Kinder, offen und sensibel für philosophische Fragestellungen und bereit die
Welt mit den Augen der Kinder zu sehen.
So verstanden ist das Philosophieren ein Bildungsprinzip, das grundlegende Kompetenzen fördert und fächerübergreifend einsetzbar ist.
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„Ich denke, ich wurde hinterfragender und offener für
seltsame Ideen.“
„Ich nehme Gedanken und Ideen von Kindern
anders auf, reflektiere selbst mehr über ihre Sichtweise.“
„Ich empfinde
mich mehr als Beobachter und Zuhörer. Ich bin wieder empfänglicher für
Äußerungen der Kinder und achte auch mehr auf mein Sprachverhalten.“
„Ich gebe nicht mehr so schnell Lösungsstrategien vor
und lasse die Kinder mit ihren Gedanken experimentieren.“
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